Rauchmelder retten Leben

Immer noch kommen in Deutschland Jahr für Jahr etwa zwei Menschen aufgrund eines Hausbrandes ums Leben. Dies klingt zwar wenig; der Notfall wird aber sehr akut, wenn man selbst betroffen ist. Durch den Trend zur Verpflichtung von Rauchmeldern erwarten Experten einen Rückgang von Häuserbränden um ca. 50 %. In zwölf von 16 Bundesländern ist die Anbringung von Brandmeldern bereits obligatorisch.

Doch auch in Bundesländern, in denen diese Verpflichtung noch nicht gegossenes Gesetz ist, lohnt sich die Anbringung der Warngeräte. In diesem Ratgeber besprechen wir die wichtigsten Aspekte rund um die Rauchmelder. Wir zeigen auf, was alles beim Kauf zu beachten ist, veranschaulichen die einzelnen Arten der Brandmelder und geben Tipps für den Alltag. Die besten Brandmelder finden Sie unter der vorliegenden Quelle.

Die Arten von Rauchmeldern

Die geläufigsten Techniken der Rauchmelder sind die Fotoelektronik, Thermo-Optik und Ionisation. Fotoelektronische Melder, auch fotooptische Melder, funktionieren über eine eingebaute Diode mit Infrarotstrahl. Der Infrarotstrahl findet in der Regel ungebrochen zu seinem Ziel. Wird er hingegen gebrochen, ist dies das Ergebnis einer unnatürlichen Rauchentwicklung. Der fotoelektronische Melder schließt also bei einem gebrochenen Infarotstrahl auf Brandgefahr und löst deshalb den Alarm aus. Ein fotoelektronischer Rauchmelder ist zuverlässig und effizient. Er ist der in Deutschland am meisten eingesetzte Brandmelder.

Die Brandmeldung aufgrund einer unnatürlichen Wärmeentwicklung, wie dies von Wärmemeldern geleistet wird, wird hingegen kaum praktiziert, weil diese Geräte regelmäßig zu spät den Alarm auslösen. Dafür gibt es auf dem Markt allerdings Hybridsysteme, die thermooptischen Rauchmelder. Diese bieten neben der Infrarot-Systematik einen zusätzlichen Wärmealarm durch Heißleiter. Aufgrund des verzögerten Wirkeintritts der Wärmemeldung ist der Mehrwert allerdings zweifelhaft.

Viel interessanter sind hingegen Ionisationsmelder, die schon bei kleinsten Reaktionen reagieren. Auch dieses System erkennt eine Wirkung, die nur durch Rauch ausgelöst werden kann, und schlägt in einem solchen Fall Alarm. Bei einem Ionisationrauchmelder strahlt ein radioaktives Element zwischen zwei Metallplatten im Gehäuse Alpha- und Betastrahlen aus. Diese ionisieren in dem begrenzten Raum und erzeugen einen Fluss elektrischen Stroms.

Rauch wird von diesem System nun deshalb erkannt, weil dieser die Ionenverbindungen binden würde, was zu einem Stärkeverlust des Stroms führen würde. Der Grund für die in Deutschland geringe Verbreitung dieses Systems besteht in der vom Gesetzgeber geforderten speziellen Entsorgung. In den USA, wo es diese Verpflichtung nicht gibt, sind Ionisationsmelder viel verbreiteter.

Wie kann ich die Qualität von Rauchmeldern erkennen?

Zunächst weisen die Zertifikate „CE“ und „EN604“ darauf hin, dass die Brandschutzgeräte entsprechend den gesetzlich vorgeschriebenen Normen entwickelt wurden. Ohne diese Kennzeichnungen dürften die Rauchmelder nicht in Deutschland verkauft werden. Für eine gute Qualität bürgen die Labels Q VDS sowie Q Kriwan. Bei VDS und Kriwan handelt es sich um Kontrollinstanzen, in denen die Rauchmelder in Laboren auf ihre Funktionstauglichkeit getestet werden.

Was sollten Rauchmelder aufweisen?

Neben den Zertifikaten erleichtern diverse Zusatzfunktionen den Kunden die Benutzung. Vor allem sollten Kunden vor dem Kauf darauf achten, dass das Gerät über ein Warnsignal verfügt, wenn die Batterien allmählich leer werden. Üblich ist ein Warnton, der sich etwa 30 Tage vor dem Versiegeln der Energiequelle bemerkbar macht. Eine Funktionstaste sollte dem Kunden die Funktionstauglichkeit des Rauchmelders auf Tastendruck bestätigen. Der Alarm sollte mindestens 85 Dezibel laut sein, damit er auch im Schlaf vernommen werden kann. Außerdem sollte die Messkammer den Rauch von allen Seiten wahrnehmen können. Rauchmelder können über Dübel, Schrauben, Magneten und Klebebänder angebracht werden. Die Anbringung über Magnet und Kleber kommt Kunden zugute, die um das Handwerk einen Bogen machen.

Wo sollten Rauchmelder angebracht werden?

Da Rauch stets aufsteigt und sich dann an den Decken staut, sollten diese stets an den Decken zentral im Raum angebracht werden. Am wichtigsten sind Rauchmelder in Schlafzimmern sowie in Räumen, in denen gelegentlich – zum Beispiel auf der Fernsehcouch – geschlafen wird. Auch die Anbringung in Wohnzimmern, Kinderzimmern und Fluren wird empfohlen. Rauchmelder sollten nicht zu nahe an Badewannen und Öfen angebracht werden, weil sonst mit Fehlalarmen zu rechnen ist. Auch in Arbeits- und Hobbyräumen, in denen handwerkliches Gerät zum Einsatz kommt, können aufgrund der Staubentwicklung falsche Alarme ausgelöst werden.

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